SchlüsselkompetenzenWissenschaftliches Schreiben
Wissenschaftliches Schreiben fördern

Wissenschaftliches Schreiben fördern

Konzepte für die Hochschullehre

Symposium "Wissenschaftliches Schreiben fördern" (© Christian Wyrwa / ZQS) Symposium "Wissenschaftliches Schreiben fördern" (© Christian Wyrwa / ZQS) Symposium "Wissenschaftliches Schreiben fördern" (© Christian Wyrwa / ZQS) © Christian Wyrwa / ZQS
© Christian Wyrwa / ZQS

Wissenschaftliches Schreiben ein Kernbestandteil der akademischen Ausbildung. Wie Studierende in diesem Prozess von Lehrenden optimal gefördert werden können, ist Gegenstand des Symposiums "Wissenschaftliches Schreiben fördern - Konzepte für die Hochschullehre".

Lehrende der Leibniz Universität Hannover haben die Gelegenheit, verschiedene Formate zur Förderung des wissenschaftlichen Schreibens Studierender kennen zu lernen und zu diskutieren. Dazu werden Impulsvorträge zu erfolgreichen Ansätzen anderer Hochschulen/Universitäten, Kurzworkshops zur Vertiefung sowie eine Podiumsdiskussion zu Erfahrungen aus der Lehre an der Leibniz Universität angeboten.

 

 

Termin

13. Mai 2019

11.00 - 17.00 Uhr im Leibnizhaus


PROGRAMM

10.30 Uhr - Anmeldung

11.00 Uhr - Begrüßung

  • Prof. Dr. phil. Elfriede Billmann-Mahecha
    Vizepräsidentin für Lehre und Studium der Leibniz Universität Hannover
  • Kurzvorstellung der Umfrageergebnisse zum wissenschaftlichen Schreiben an der Leibniz Universität Hannover, Perspektiven von Studierenden und Lehrenden

11.15 Uhr - Impulsvorträge

  • Erfolgreiche Ansätze anderer Hochschulen/Universitäten
    Referentinnen/Referenten und Inhalte unterhalb des Programms

13.15 Uhr - Mittagessen im Leibnizhaus

14.00 Uhr - Kurzworkshops zu den Konzepten der Impulsvorträge (Runde I)

  • Referentinnen/Referenten und Inhalte unterhalb des Programms

15.00 Uhr - Kurzworkshops zu den Konzepten der Impulsvorträge (Runde II)

  • Referentinnen/Referenten und Inhalte unterhalb des Programms

16.15 Uhr - Podiumsdiskussion

Unter anderem mit: 

  • Prof. Dr. Matthias Becker
    Institut für Berufswissenschaften der Metalltechnik, Leibniz Universität Hannover
  • Prof. Dr. phil. Joachim Grabowski
    Institut für Psychologie, Leibniz Universität Hannover
  • Dr. phil. Melanie Brinkschulte
    Leitung zentrale Einrichtung für Schlüsselkompetenzen ‚Interkulturelle Interaktion’, Georg-August-Universität Göttingen. Vorsitzende der Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung (gefsus e.V.)

16.45 Uhr - Abschluss


IMPULSVORTRÄGE

Dr. Melanie Brinkschulte (Georg-August-Universität Göttingen)

  • Akademische Schreibpartnerschaften – Miteinander und Voneinander Lernen

    Die akademischen Schreibpartnerschaften sind ein langjährig erprobtes Konzept an der Universität Göttingen, das ein kollaboratives Lernen heterogener Studierendengruppen mittels blended learning ermöglicht. Eingebettet in das universitätsweite Programm 'Integration und Diversity an der Göttinger Universität (InDiGU)' tauschen sich Studierende unterschiedlicher Herkunftskulturen über ihre Schreiberfahrungen und literalen Kenntnisse aus. Auf dieser Basis erschließen sie sich Zugänge zum akademischen Schreiben in ihren Studienfächern. In Form von kollaborativen Schreibaufgaben arbeiten die Studierenden zusammen und werden zum Reflektieren über ihre Schreibprozesse angeregt.

    In dem Vortrag werden die Grundsätze kollaborativen Arbeitens, das didaktische Konzept der akademischen Schreibpartnerschaften sowie die benötigten Ressourcen für die Umsetzung vorgestellt. Einige Beispiele aus der Arbeit in den Schreibpartnerschaften vermitteln einen konkreten Einblick in die Praxis.

  • Über die Referentin

    Dr. Melanie Brinkschulte leitet die Zentrale Einrichtung für universitätsweite Schlüsselkompetenzen 'Interkulturelle Interaktion' an der Georg-August-Universität Göttingen und ist Vorsitzende der Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung (gefsus e.V.). Darüber hinaus obliegt Ihr die wissenschaftliche Begleitung des Internationalen Schreibzentrums der Georg-August-Universität Göttingen. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die mehrsprachigkeitsorientierte Schreibwissenschaft und qualitative Methoden der Schreibforschung.

Swantje Lahm (Universität Bielefeld)

  • Decoding my Discipline: Wie kann ich mein wissenschaftliches Denken & Handeln Studierenden begreifbar machen?

    Die meisten Erwartungen, die wir als Lehrende an Studierende haben, sind geprägt durch unsere disziplinäre Herkunft. Wenn wir zum "Lesen", "Argumentieren", "Zitieren", "Zusammenfassen" etc. auffordern, meinen wir häufig nicht das, was Studierende aufgrund ihrer schulischen Erfahrungen darunter verstehen. Aber was genau erwarten wird? Der Impulsvortrag stellt den Ansatz "Decoding the Disciplines" vor, der Lehrende dabei unterstützt, die ihnen selbstverständlich gewordenen disziplinären Praktiken zu reflektieren und zu explizieren. Damit ist nicht garantiert, dass Studierende tun, was wir erwarten, aber es wird wesentlich wahrscheinlicher.

  • Über die Referentin

    Swantje Lahm ist seit 2002 Mitarbeiterin im Schreiblabor (Zentrum für Studium, Lehre & Karriere) an der Universität Bielefeld. Derzeit koordiniert Sie das Projekt „richtig einsteigen mit literalen Kompetenzen“. In diesem Projekt entwickeln 17 Lehrende aus 15 Fachbereichen Konzepte, um durch das Schreiben fachliches Lernen in der Studieneingangsphase zu fördern. Sie ist Autorin von „Schreiben in der Lehre. Handwerkszeug für Lehrende“ (2016).

Dr. Nadine Stahlberg (Technische Universität Hamburg)

Jan Weisberg (Hochschule Hannover)

  • Modul- und studiengangintegrierte Förderung literaler Fachkompetenzen

    Ein grundlegendes Problem der Hochschulschreibdidaktik besteht in der Komplexität der zu vermittelnden literalen Fachkompetenzen (vgl. Nadolny et al. 2018). Die individuelle Entwicklung solcher Kompetenzen erfordert eine längerfristige, reflexive Übungspraxis. Eine solche Übungspraxis kann nicht auf einzelne Schlüsselkompetenzkurse reduziert werden. Sie erfordert eine Staffelung der Anforderungen und Lerninhalte und kann durch Anleitungen und Rückmeldungen gefördert und gesichert werden.

    Ein vielversprechendes Konzept zur Erfüllung dieser Anforderungen bietet die Organisation von studiengangintegrierten Lernwegen für zentrale literale Fachkompetenzen. Solche Lernwege können durch die Förderung von literalen Teilkompetenzen in einzelnen Modulen und modulübergreifende Abstimmungen von Lernthemen entwickelt werden (vgl. Weisberg 2017).

    In diesem Beitrag wird das Konzept der studiengangintegrierten Förderung literaler Fachkompetenzen vorgestellt. Anhand von Beispielen aus der Hochschule Hannover wird gezeigt, wie Mitarbeiter*innen der Schreibwerkstatt im ZLB-Language Center zusammen mit Fachlehrenden in den Studiengängen modulintegrierte Maßnahmen zur Förderung von literalen Teilkompetenzen und Ansätze für studiengangintegrierte Lernwege entwickeln.

  • Über den Referenten

    Jan Weisberg ist Sprachwissenschaftler und leitet die Schreibwerkstatt im ZLB-Language Center der Hochschule Hannover. In dieser Funktion bietet er fächerübergreifende Schreibkurse und Schreibberatungen an und entwickelt gemeinsam mit Lehrenden und Studierenden Lehr-Lern-Konzepte zur Schreibkompetenzförderung in den Fächern. Persönliche Arbeitsschwerpunkte sind fachspezifische Praktiken und Textfunktionen.


KURZWORKSHOPS

Vertiefung der Ansätze aus den Impulsvorträgen

  • Wie können Sie als Lehrende akademische Schreibpartnerschaften in die eigene Lehre integrieren? (Dr. Melanie Brinkschulte)

    Wir entwickeln gemeinsam Umsetzungsformen kollaborativen Arbeitens, um akademische Schreibkompetenzen zu fördern. Dabei analysieren wir in gemeinsamer Arbeit die Lehrsituation, die Prüfungsleistung und die Zielgruppe: Wer kann gemeinsam miteinander voneinander lernen? Sind es evtl. fortgeschrittene Schreibende und Schreibnovizen, die miteinander arbeiten könnten? Was kann in Ihrer Lehrveranstaltung oder begleitend zu dieser sinnvollerweise geschrieben werden, so dass akademische Schreibpartnerschaften für Studierende eine sinnvolle und angemessene Vorbereitung auf Prüfungsleistungen darstellt? Aus der Analyse Ihrer Zielgruppe/n  und Lehrkonstellation heraus entwerfen wir erste Ideen, wie akademische Schreibpartnerschaften in die Lehre an Ihrem Institut umgesetzt werden könnte und identifizieren notwendige Ressourcen für die Realisierung.

  • Decoding my Discipline: Wie kann ich mein wissenschaftliches Denken & Handeln Studierenden begreifbar machen? (Swantje Lahm)

    Der von David Pace und Joan Middendorf entwickelte Decoding-Ansatz ist in sehr unterschiedlichen Bereichen fruchtbar gemacht worden: beim Aufgaben-Design, zur Planung von Lehrveranstaltungen und in der Curriculumentwicklung. Für die grundlegende Idee, typische fachliche Denk- und Vorgehensweisen zu explizieren und so Studierende gezielt in ein Fach einzuführen, gibt es mittlerweile ein breites Repertoire von Strategien. In der Gruppenarbeitsphase probieren die Teilnehmerinnen aus, wie man durch reflektierendes Schreiben das eigene fachliche Vorgehen explizieren kann und sie spielen mit Metaphern, um Studierende zentrale Elemente der eigenen Vorgehensweise zu verdeutlichen.

  • Writing Fellows in den Ingenieurwissenschaften: Studierende unterstützen Studierende beim akademischen Schreiben (Dr. Nadine Stahlberg)

    Das akademische Schreiben gewinnt im Ingenieurstudium zunehmend an Bedeutung. Allerdings stellt es für viele Studierende der technisch-orientierten Studienfächer keine leichte Aufgabe dar. Um die Studierenden bei der (Weiter-)Entwicklung ingenieursspezifischer Schreibkompetenzen zu unterstützen, begleiten daher sog. Writing Fellows die Schreibprozesse der Studierenden ausgewählter Lehrveranstaltungen, indem sie Textfeedback geben. Im Workshop vertiefen wir Besonderheiten und Herausforderungen bei der Umsetzung des Writing Fellow-Konzepts in den Ingenieurwissenschaften. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beraten sich über konkrete Umsetzungsmöglichkeiten des Writing Fellow-Konzepts mit Bezug zu ihrer eigenen Lehre, diskutieren diesbezügliche Herausforderungen und entwickeln mögliche Lösungsansätze oder Alternativen.

  • Modulintegrierte Förderung literaler Fachkompetenzen (Jan Weisberg)

    Im Workshop reflektieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Lernziele und Lernbedarfe ihrer Studierenden im Bereich der literalen Fachkompetenzen. Das Ziel ist, Lernerfolge zu sichern und Korrekturlasten zu reduzieren.

    Mit Blick auf einzelne Module diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gestaltungsmöglichkeiten für Lernziele, Lernaktivitäten, Bewertungen, Rückmeldungen, Überarbeitungen und Prüfungen. Was sollen die Studierenden am Ende eines konkreten Moduls wissen und können? Was bringen sie mit? Was müssen sie zum Erreichen der Ziele tun?

    Mit Blick auf die Studiengänge reflektieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer modulübergreifende Abstimmungsmöglichkeiten: Was sollen die Studierenden im Bereich der literalen Fachkompetenzen am Ende Ihres Studiums wissen und können? Was müssen sie dafür im Studienverlauf tun?


KONTAKT

Team Schlüsselkompetenz Schreiben

Dipl.-Kulturwiss. Theda Bader
Adresse
Callinstraße 14
30167 Hannover
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M.A. David Kreitz
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Team Kompetenzorientierte Studiengangsentwicklung

Dipl.-Päd. Tanja Kruse
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Dr. Rüdiger Rhein
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Callinstraße 24
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